Der Kompass

Was ist überhaupt ein Kompass? Ein Kompass ist ein Messinstrument mit dem man eine Richtung bestimmt. Es gibt die vier Haupt-Himmelsrichtungen Norden, Osten, Süden und Westen.
Der Name Kompass kommt aus dem Italienischen compasso. Das wiederum hat mit compassaro zu tun was ringsherum abschreiten, abmessen bedeutet. Der Plural ist Kompasse, und nicht Kompanten oder gar Kompi. Im Grunde ist es aber auch egal wie man dazu sagt. Haupsache, wir können damit umgehen.
Eine Peilrichtung, vertikale und horizontale Winkel aber auch der eigene Standort durch gewisse Messverfahren lassen sich damit bestimmen.

Mit einem Kompass messe ich Richtungen, keine Winkel. Zwei Richtungen ergeben einen Winkel. Um nun eine Richtung zu messen, benötige ich eine Referenzrichtung - die Nordrichtung. Die ist der Ursprung und wird mit 0 Grad (Strich, Gon) bezeichnet.

Wie wir bereits gehört haben, gibt es drei verschiedene Nordrichtungen. Der Kompass zeigt mir im Gelände die MaN (Magnetische Nord) Richtung an. Dies ist meine Referenzrichtung. Gemessen wird eine Richtung immer im Uhrzeigersinn nach Osten (rechts!). Der eigene Standpunkt ist der Drehpunkt. Der Winkel wird von der Richtung MaN zum Zielpunkt bestimmt. Diesen Winkel können wir unterschiedlich bezeichnen: Richtungswinkel, Marschzahl, Richtungszahl aber auch Richtung ist korrekt. Die Richtungen werden größtenteils in Grad gemessen, machmal auch in Strich oder in Gon. Das Grad hat sich weltweit durchgesetzt, Strich ist für militärische Zwecke geeignet und Gon nutzen die Vermesser.

Uns interessiert in erster Linie nur der Magnetkompass, da wir mit diesem in der Regel bei der Orientierung im Gelände zu tun haben.

Es gibt unterschiedliche Varianten von Kompassen. Einfache, die man als Give away in einem Mailing versendet, einfache Einsteiger-Kompasse, einfache und hochwertige Taschenkompasse, Kompasse mit und ohne Flüssigkeit in der Kompasskapsel für die Dämpfung der Kompassnadel, Kompasse für die schnelle Orientierung, Top Modelle mit Deklinationskorrektur, Geländeneigungsmesser und Spiegel als auch Peilkompasse mit einer Ablesegenauigkeit von 0,5° welche auch für geologische Zwecke verwendet werden können.

Meinen ersten Kompass habe ich bereits im alter von fünf Jahren von meinem großen Bruder Burkhard geschenkt bekommen. Einen einfachen Einsteigerkompass ohne Flüssigkeitsdämpfung zu Weihnachten. "Damit ich immer weiß wohin ich gehe."
Über 40 Jahre begleitet mich nun schon die Faszination Kompass. Im Laufe der Jahre habe ich mir den einen oder auch den anderen Kompass gekauft.Ich besitze Kompasse von Breithaupt, Silva, Recta und natürlich von K&R. Leider haben einige flüssigkeitsgedämpfte Kompasse, welche nicht von K&R stammen, nach einiger Zeit eine Luftblase bekommen. Die Fluidkapsel habe ich dann ausgetauscht und eine Stange Geld dafür hingeblättert. Auch bei der Bundeswehr wurden in regelmäßigen Abständen die Kompasskapseln ausgetauscht, weil eine dicke Blase sich in der Kapsel gebildet hatte. Und bis der dann wieder zurück kam, hat immer eine Weile gedauert.
Bis ich dann bei einem Optiker vor ca. 23 Jahren in Wilhelmshafen meinen K&R Kompass, damals noch mit dem Logo von Eschenbach, kaufte. Mit Spiegel, Deklinationskorrektur, Neigungsmesser, langer Anlegekante und bis heute ohne Luftblase. Mein ständiger Begleiter auf allen Reisen in den Urlaub und an Wochenenden auf meinen Wanderungen in der Fränkischen Schweiz und im Erzgebirge.

Welche Fehler können im Umgang mit einem Kompass auftreten?

Ablenkung der Nadel:

zeigt die Nadel auch wirklich nach MaN? Es gibt eine Handvoll Einflüsse, die die Magnetnadel von der "richtigen "Richtung abweichen lässt. Schon zu meiner Zeit als Rekrut wurde uns eingetrichtert nie in der Nähe von Hochspannungsleitungen Ziele mit unserem Kompass anzuvisieren. Warum? Ganz einfach. Wenn Strom durch eine Leitung fließt, dann bildet sich ein kleines Magnetfeld. Und wenn ich mit meinem Kompass unten drunter stehe, dann beeinflusst dieses Magnetfeld meine Magnetnadel. Ebenso Kugelschreiber, Armbanduhren, Handfeuerwaffen, Fahrzeuge, Eisenerz, Eispickel,.... Diese Ablenkung nennt man auch Deviation.

Kippneigung der Nadel:

Das Magnetfeld der Erde zieht nicht nur uns auf die Erde, auch die Magnetnadel. In Europa ist das für die Magnetnadel nicht so gravierend, denn die Kompasse, die bei uns in Uttenreuth hergestellt werden, sind genau auf diesen Einfluss ausgelegt. Wenn ich nun aber eine Expedition nach Feuerland, Australien oder Neuseeland unternehme? In diesen Regionen gibt es andere Werte als bei uns in Mitteleuropa. Die Magnetnadel würde dann unter Umständen die Kompass -Dose streifen und somit nicht richtig die Nordrichtung anzeigen. Wenn ein Kompass für diese Regionen taugen soll, so muss dieser Einfluss ausgeglichen werden. Auch hier gibt es spezielle technische Lösungen. Diesen Einfluss auf die Magnetnadel nennt man Inklination.

Drehfehler:

Die Kompassnadel ist mechanisch auf einen Edelsteingelagert und schwimmt in einer Flüssigkeit um die Einschwingphase nach Norden so gering als möglich zu halten. Wenn wir nun aber in einem schnellen Fahrzeug unterwegs sind, wir uns schnell bewegen, längs auch noch Querbeschleunigungskräfte auf unsere Kompassnadel wirken, so kann es vorkommen, dass die Kompassnadel der Bewegung nicht zeitgerecht folgen kann. Wir erhalten einen Drehfehler.

Elektrostatische Aufladung der Kompasskapsel:

Wird die Kompasskapsel an einen trockenen Stoff gerieben kann sich eine minderwertige Kapsel elektrostatisch aufladen. Das Phänomen kennen die Kompasse von K&R nicht. Sie sind antistatisch. Man kann aber aufgeladene Kompasse einfach wieder entladen, indem man mit einem feuchten Tuch oder mit der feuchten Hand über die Kapsel fährt.

Billige Kompassplagiate aus China fallen manchmal auseinander oder die Einzelteile wackeln. In so einem Fall kann Ihnen dann nur noch der Sonnenstand oder das nächste Ortsschild helfen :).

Wie ist ein Kompass aufgebaut?

Ein Kompass dient der Navigation und wird auch nicht vollends vom modernen GPS Gerät ersetzt werden können. Ein gutes Instrument ist leicht, preiswert und robust. Er kann sowohl Richtungen anzeigen, vertikale und horizontale Winkel messen und als Lineal, Lupe und Kartenmessinstrument für Höhenlinien verwendet werden. Selbst Koordinaten können bei einigen Modellen durch aufgedruckte Planzeiger auf Meter genau aus der Karte abgelesen werden.

Hier ein Spielgelkompass:

1 Visier
2 Deckel und Linealverlängerung
3 Peilschlitz
4 Spiegel
5 Peil-/ Visiereinrichtung
6 Ablesemarke
7 Drehring mit Skala
8 Nordlinien mit O-W Linie
9 Zeiger mit Saphierlagerung und Leuchtmarke
10 Inch Lineal
11 Bohrungen mit Zentrierkreuz
12 Dreieck - Schablone
13 Gummifüße
14 Kordel
15 Planzeiger
16 Linse mit Peilhilfslinie
17 Marschrichtungspfeil
18 cm-Lineal
19 Umgehungsmarken
20 Missweisungsausgleich


Die Magnetnadel. Diese ist auf einen Edelstein gelagert und schwimmt bei K&R in einer öligen Spezialflüssigkeit. Dadurch werden eine hohe Präzision und gleichzeitig eine lange Lebenszeit gewährleistet. Durch die Flüssigkeit kann sich die Magnetnadel schnell auf Magnetisch Nord einstellen und schwingt nicht eine Ewigkeit hin und her. Das Ende der Nadel zeigt nach Magnetisch Nord und nicht zum Nordpol oder auch zum Polarstern und schon gar nicht nach Gitter Nord. Den Gefallen tut uns die Nadel nicht.
Wenn wir auf einem Hauptmeridian stehen, dann fallen Gitter-Nord und Geografisch Nord zusammen, aber Magnetisch Nord ist wieder seitenversetzt zu finden.

Die Beschaffenheit der Magnetnadel und die Höhe der Kompasskapsel ist wichtig für den Ausgleich der Inklination. Wenn wir weltweit mit unserem Kompass unterwegs sein wollen, so dürfen wir diesen Einfluß nicht vernachlässigen. Der Erdmagnetismus hat in unterschiedlichen Regionen unterschiedlichen Einfluß auf die Magnetnadel.
Da das Magnetfeld die Nadel in Australien anders beeinflußt als bei uns in Deutschland (die Nadel wird in Australien mehr auf den Kapselboden gezogen als in Europa) muß sich ein Kompasshersteller was einfallen lassen. Um nun ein Schleifen der Nadel auf dem Kapselboden zu verhindern wird die Kompassnadel speziell für die Region angepasst oder die Kapsel so konstruiert, dass Sie auch für diese Regionen verwendet werden kann.

Unten haben wir eine Übersichtskarte über die unterschiedlichen Inklinationszonen. Als mittelständischer Hersteller Made in Germany können wir für jede Zone technisch passende Kompasse produzieren. Ein Kompass für alle Zonen wäre technisch möglich, in der Praxis haben sich spezielle Lösungen für einzelne Zonen aber als die bessere Alternative herausgestellt.



Die Kompass-Kapsel ist drehbar und hat eine Skala, mit der man Richtungen ablesen kann. Es gibt unterschiedliche Skalen:
Die gängigste Einteilung ist die in Grad. Ein Vollkreis hat 360°. Der Unterschied von Nord zu Ost beträt 90°. Die Feineinteilung beträgt pro Einteilungsstrich zwischen 2° bis 5°.
Das Militär benutzt eine Einteilung in Strich. Ein Vollkreis hat die Einteilung in 6400' (Strich).
In der Vermessung wird zur besseren Rechnung ein dezimales System genutzt - die Einteilung in Gon. Ein Vollkreis hat hier 400 Gon.





Bei einem Peilkompass von K&R gibt es keinen Drehring mit Skala. Es wird eine Skalenscheibe im Inneren der Kapsel verwendet. Die Ablesung erfolgt mit einem Präzisionsprisma auf 0,5° genau.







Die Tabelle veranschaulicht die Umrechnung:

Grad

Neugrad [gon]

Strich

1

1,11

17,78

5

5,56

88,89

10

11,11

177,78

90

100

1600

180

200

3200

270

300

4800

360

400

6400



Die Einteilung in Gon dient der einfachen Berechnung im metrischen System.
Die Kompass-Kapsel sollte bei einem Marschkompass immer durchsichtig sein. Schließlich will ich mit dem Kompass und der Karte arbeiten. Dazu lege ich den Kompass auf die Karte. Die Hilfslinien auf dem Boden der Kompasskapsel unterstützen mich bei der Orientierung. Die Nordmarke und die Nordlinien sind hier sichtbar angebracht. Die Winkelmessung mit einem Kompass wird erst durch die Magnetnadel und der Einteilung der Skala auf dem Drehring möglich.

Bei K&R gibt es eine Thermoelastische Fluidkapsel - es entstehen keine Luftblasen


Davon träumen die anderen Kompass-Hersteller. Bei einer Temperatur von minus 30° Celsius bis plus 70° Celsius fühlt sich der Kompass wohl. Man kann sie auch ohne Probleme im Handschuhfach lassen. Expeditionen ins Hochgebirge oder in die Sahara machen diesen Kompassen nichts aus. Selbst bei Militäreinheiten finden einige Modelle wie der Meridian Pro in einer Sonderausführung (Strichskala, flureszierende Skala, keine Neigungswinkelmesser mit einer NATO-Stock-Number) Verwendung.
Mein Schwiegervater hat seinen M2 von K&R bereits seit 40 Jahren in seinem Campingwagen verstaut. Er schaut natürlich nicht mehr so frisch wie am ersten Tag aus, aber er funktioniert noch wie am ersten Tag und hat immer noch keine Luftblasen.



Kompasse ohne eine Thermoelastische Fluidkapsel bekommen leider im Laufe der Zeit Luftblasen. Zuerst kleine, dann werden sie groß. Bei einer großen Luftblase, die auf die Nadel drückt, wird die Genauigkeit beeinflusst.




Und bei meinem hochwertigen Kompass aus meiner Militärzeit blutet mir das Herz. Die Kapsel habe ich schon einmal beim Optiker getauscht und kostete ca. 60 DM. Das ist schon die zweite Kapsel.Ein weiterer Tausch kommt für mich nicht in Frage.




Warum gibt es überhaupt flüssigkeitsgefüllte Kompasse wenn es zu Blasen in der Kapsel kommt?

Um das Einschwingen der Kompassnadel auf die MaN Richtung so einfach und schnell als möglich zu gestalten als auch das Ausschwingen der Nadel zu verhindern, nutzen gute Kompasshersteller eine spezielle Flüssigkeit in der Kapsel.
Je nach Beschaffenheit der Kapsel und der Flüssigkeit gibt es nach einiger Zeit Luftblasen in der Kapsel. Ein Kompass von guter Qualität ist im Handel nicht unter 40 EUR zu erwerben. Manche kosten bis zu 150 EUR. Und pötzlich haben sie eine Luftblase. Vor kurzem habe ich sogar bei einem eigentlich hochwertigen Kompass im Outdoorladen eine Luftblase gesehen. Der Verkäufer meinte, dass kann man bei diesem Kompass nicht verhindern. Echt Schade, aber diese Aussage hört man leider öfter.
Auf der Rahmenplatte aus schlagfestem durchsichtigem Kunststoff werden bei einem hochwertigen Kompass nicht nur die Kompass-Kapsel und die Skala, sondern auch Ablesemarken, eine Lupe, Planzeiger und der Spiegel mit angebracht.
Die Deklinationskorrektur und der Neigungsmesser sind bei einigen Modellen in oder an der Kompass-Kapsel befestigt. Die Ränder der Rahmenplatte mit dem ausklappbaren Spiegel bilden das Lineal mit einer Einteilung in cm und/ oder inch. Hiermit kann man auf der Karte geradlinige Entfernungen abgreifen, die Marschrichtung bestimmen und Richtungen durch Zeichnungen auf der Karte darstellen und seinen eigenen Standpunkt durch Rückwärtseinschneiden ermitteln. Und natürlich auch der Planzeiger.

Der Planzeiger

Die Benutzung des Planzeigers

Der Planzeiger dient dazu, die Lage eines Punktes auf der Karte für einen anderen Benutzer der gleichen Karte exakt zu beschreiben.

Allgemeine Regeln:

Ein Planzeiger gilt immer für den Maßstab, für den er gedacht ist. Der Rechtswert (auch Ostwert) ist der Abstand des Punktes von einer senkrechten Gitterlinie nach rechts, der Hochwert (auch Nordwert) sein Abstand von einer waagrechten Gitterlinie nach oben.

Der Gebrauch des Planzeigers:

senkrechte Gitterlinie 37, von hier aus nach rechts; waagrechte Gitterlinie 04, von hier aus nach oben. Man misst und nennt stets zuerst den Rechtswert, dann den Hochwert. Die Nummer der senkrechten Gitterlinie entnimmt man dem oberen oder unteren Rahmen der Karte, die der waagerechten Gitterlinie dem linken oder rechten Rahmen.
Die kleineren Ziffern zu Beginn geben den Meridianstreifen an, dann folgt die Nummer der Gitterlinie und schließlich der Abstand in Metern.
Der Rechtswert kann auch mit E (Englisch East = Osten) oder y, der Hochwert mit N (Englisch North = Norden) oder x bezeichnet werden.

Beispiel für Punkt A in Metern:

E 527 000 + 700 = 527 700 ; N 5396 000 + 450 = 5396 450

Nun ein weiteres Anwendungsbeispiel aus der Praxis mit einem Kartenwinkelmesser.

Ich lege dazu den Planzeiger des Kartenwinkelmessers deckungsgleich auf das Planquadrat in dem der zu bestimmende Punkt liegt. Hier muss man den Maßstab beachten. Meine topografische Karte hat den Maßstab 1:25.000 . Also muss ich auch den Planzeiger 1:25.000 verwenden.


Hier im Beispiel die UTM-Koordinaten der T-Kreuzung : 657 800E 5495 600N
An den Rändern der Karte findet man die Koordinatensysteme unter den Geodätischen Grundlagen.



Man findet UTM-Koordinaten, GK-Koordinaten und natürlich auch die Geographischen Koordinaten. Näheres dazu findet man im Kapitel Koordinatensysteme.

Welche Arten von Kompassen gibt es?

Es gibt für unterscheidliche Zwecke unterschiedliche Modelle. Hier die wichtigsten:

Linealkompass

eignet sich für den Einstieg in die Orientierung. Er ist für die Nahorientierung geeignet und einfach aufgebaut. Ein idealer Kompass für den Einstieg. Die Richtung kann sehr schnell und sehr leicht abgelesen werden. Er passt in jede Hosentasche, ist sehr flach, leicht und eignet sich daher auch für eine schnelle Orientierung. Die Ablesegenauigkeit beträgt ca. 2°.


Spiegelkompass

eignet sich auch für die Kernorientierung. Auch für Bergsteiger und Wassersportler geeignet. Beim Peilen kann die Nadel immer im Auge gehalten werden, dazu muss der Spiegel natürlich aufgeklappt werden. Er ist optimal für die Kartenarbeit geeignet. Er hat in der Regel eine durchsichtige Kunststoffplatte mit durchsichtiger Fluidkapsel mit N_S Markierung und durch den Spiegel eine lange Anlegekante für die Ermittlung der Marschrichtung auf dem Kartenblatt .
Er hat eine Ablesegenauigkeit von max. 1° und ist mit 80 Gramm auch relativ leicht. Hier eignet sich besonders der Kompass Alpin, der mit Bergsteigern gemeinsam bereits vor vielen Jahren entwickelt wurde. Er findet selbst im Himalaya seinen Einsatz für lange Peilstrecken und als Ersatzbetriebs-lösung für einen möglichen Ausfall eines GPS Empfängers. Ich selber habe meinen ersten Spiegelkompass ALPIN schon zu Beginn der 90er Jahre gekauft und er ist immer noch mein treuer Begleiter. Hier zeige ich das neueste Modell des Kompasses Alpin von K&R.Bei der Entwickung des Kompasses habe ich auch meinen Senf mit dazu gegeben.

Peilkompass

er dient der Feinorientierung, besonders für die sehr genaue Bestimmung des eigenen Standortes durch Rückwärts-einschneiden. Er ist zum Wandern nicht so gut geeignet wie der Spiegelkompass. Er hat eine Ablesegenauigkeit von 0,5°. Mit seiner Hilfe ist es kein Problem mit einer Winkelmessung Strecken zu ermitteln. Wie, das verrate ich später. Hier ist der Meridian Pro von K&R angebildet. Die Ablesung erfolgt mit einem Präzisionsprisma, die Skala ist sehr detailliert. Die Ablesung der Geländesteigung bzw. des Gefälles ist sehr einfach möglich. Im Gegensatz zum Spiegelkompass ist dieser aber aus Metall, hat keine durchsichtige Grundplatte mit Planzeiger, Lupe und hat ein Gewicht von ca 200 Gramm.

Auf was muss ich beim Kauf eines Spiegelkompasses achten?

Beim Kauf eines Kompasses gibt es auf dem Markt viele unterschiedliche Modelle. Egal für welchen Hersteller man sich entscheidet. Man sollte lieber ein paar Euro mehr ausgeben und ein qualitativ hochwertiges Modell kaufen.

Nach meiner Meinung kann man mit Modellen von K&R absolut nichts falsch machen. Leider gibt es am Markt viele Modelle, die den hochwertigen nachempfunden wurden, zumindest äusserlich.Diese werden meistens in China kopiert. Beim näheren Hinsehen erkennt man aber, dass es erhebliche Unterschiede in der Qualität und in der Handhabung gibt. Ja, man kann eigentlich mit ihnen nicht vernünftig arbeiten.


Hier meine Beispiele:

Mein neuer Spiegelkompass ALPIN, made in Germany. Kostet ca 50 EUR im gut sortierten Outdoorladen. Hier kann ich selbstverständlich den Deckel und die Grundplatte absolut plan auf die Karte legen.
Ein absolutes MUSS für die Orientierung mit Kompass und Karte.

Und hier ein billiges Modell: Made in China, aus einem NATO-Shop, für ca 15 EUR:



Ohne Worte!



Damit kann ich persönlich nichts anfangen. Hier kann man keine längere Entfernung aus der Karte herausgreifen, das Ermitteln der Marschrichtung aus der Karte ist stark grenzwertig.
Auch was die Gestaltung der Grundplatte angeht gibt es beim Chinamodell rechts erhebliche Unterschiede. Und was man hier nicht sieht: die Kompasskapsel wackelt im rechten Modell und bei sinkenden Tempera-turen gibt es auch Blasen in der Kapsel.
Doch entscheiden müssen Sie.



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